Woher kommt unsere Heumilch?

Die wertvolle Heumilch und Bioheumilch stammt ausschließlich von kleinen und mittelständischen Höfen bei uns im Allgäu.
Wir kennen unsere Landwirte und wissen, dass sie sich voller Hingabe um ihre Kühe kümmern. Darum zahlen wir ihnen auch einen überdurchschnittlichen, konstanten Milchpreis. Sie haben sich dazu verpflichtet, ihre Milchkühe nach den Richtlinien der ARGE Heumilch zu füttern und zu pflegen. Dies wird regelmäßig durch unabhängige Kontrollstellen geprüft.
Kleine Herdengrößen von durchschnittlich 28 Kühe, mindestens 120 Tage Weidegang im Jahr und bestes Futter machen unsere Allgäuer Heumilch so besonders.

Die Heuwirtschaft ist im Vergleich zur Silagewirtschaft sehr aufwendig und zeitintensiv. Überzeug dich selbst und lerne hier einige unserer Heumilch – und Bioheumilchlandwirte kennen und begleite sie bei ihrer Arbeit.

Giaß di im Melkstand bei Klaus in Obergünzburg

Klaus betreibt seinen Biohof mit seine Freundin Nicole und seinen Eltern Martin & Gaby. Er liefert schon fast von Beginn zur Hof-Milch und ist von der Heuwirtschaft begeistert, weil das natürliche Futter den Tieren einfach gut tut!
Neben seinen Heumilchkühen leben noch Katzen und Kaninchen auf dem Biohof, die sich hier auch pudelwohl fühlen.
Klaus nimmt uns heute mit in seinen Melkstand. Dort werden seine 65 Kühe zwei Mal am Tag gemolken und geben rund 1000-1200 l Milch. Die Milch läuft über die Melkanlage direkt in einen gekühlten Tank, wo sie gesammelt und vom Sammelwagen abgeholt wird. Von dort geht es dann direkt zu uns nach Missen und Sonthofen wo wir die Milch zu unseren Bio-Heumilchspezialitäten verarbeiten!

Heuernte im Westallgäu bei Roland Weber

Die Sonne genießen und bei bestem Wetter unseren Eiskaffeejogurt schlürfen??
Da mussten sich unsere Heumilchlandwirte noch etwas gedulden, denn wenn das Wetter Ende Mai, Anfang Juni trocken und stabil ist, ist es endlich perfekt zum Heuen!
Auch bei Familie Weber sind diese ersten Sommertage lang und die ganze Familie packt mit an!
Roland bewirtschaftet mit seiner Frau Sonja den Heumilchhof mit 50 Kühen, Hühnern, Laufenten und Katzen schon in 8. Generation, im schönen Westallgäu. Dabei wird er von seinen Eltern Elisabeth& Walter und seinen Kindern Sophia & Lorenz mit allen Kräften unterstützt !
Ganze 4 Tage dauert der erste Schnitt. Am ersten Tag wird das Gras gemäht und Matten gestreut. Am Tag 2. wird es mehrmals gewendet, dass es von allen Seiten abtrocknen kann. An Tag 3 & 4 wird das trockene Heu dann zu „Schochen“ geformt und eingefahren.
Nun landet es im Heustock, wo es weiter belüftet wird und bis zum Winter lagert!
Viel Arbeit, die sich jedoch lohnt! So bekommen die Heumilchkühe auch im Winter immer bestes Futter von den Allgäuer Wiesen.

Erster Austrieb bei Gerold in Wangen im Allgäu

Der Frühling ist eine ganz besondere Zeit für unsere Heumilchlandwirte !

Auch für Familie Mohr ist es jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes, wenn die Kühe das erste Mal wieder die frischen Gräser und Kräuter genießen können.
Gerold und Beate betreiben den Hof mit 80 Heumilchkühen gemeinsam mit Gerolds Eltern Walter und Christa. Natürlich hilft auch Sohn Emil tatkräftig mit und hält die Familie ordentlich auf Trab.
Gerade das Wirtschaften mit der Natur ist für Gerold sehr wichtig. Daher hat er sich auch bewusst für die Heuwirtschaft entschieden und liefert schon seit Beginn der Hof-Milch seine wertvolle Heumilch zu uns.

Dieses Jahr ist der erste Austrieb etwas später, da durch die kühlen Temperaturen die Natur noch Zeit zum Wachsen gebraucht hat und die muss man ihr einfach geben!

Traditionen leben bei Martin aus Oberstdorf

Unser Heumilchlandwirt Martin bewirtschaftet im Sommer mit seiner Familie die Kemptner Hütte in Oberstdorf.
Im Winter versorgt Martin seine 7 Heumilchkühe im Tal mit bestem Bergheu. Das ist jedoch bei den Schneemassen nicht immer so einfach und sogar die Maschinen kommen manchmal an ihre Grenzen.

Bei zu viel Schnee wird das Heu mit dem Schlitten zum Stall transportiert. Dazu wird es zu „Buurden“ mit einem „Buurdenseil“ zusammengebunden und auf den Schlitten gezogen. Das Heu kommt von steilen Berghängen, die nicht gedüngt werden und wird erst nach dem 01. Juli geschnitten. Dadurch sind die unterschiedlichsten Bergkräuter und -gräser im Futter enthalten und durch den späten Schnitt können viele seltene Arten weiter bestehen bleiben.
Mit dem Heu geht´s dann zurück zum Hänger und schließlich in den Stall.
So bekommen die Heumilchkühe auch im Winter das Beste, was unsere Allgäuer Bergwiesen zu bieten haben.

Frühling bei Familie Trunzer in Martinszell

Klaus führt mit seiner Frau Moni den über 300 Jahre alten Hof, der seit jeher in Familienbesitz ist und hat neben den Kühen noch Hühner, Katze Rambo und seine 11 jährige Hündin Luna.
Vor 2 Jahren hat Klaus auf Heumilch umgestellt und liefert seither die Milch an unsere Molkerei.
Insgesamt 17 Heumilch-Kühe leben auf dem kleinen Hof und dürfen schon seit Anfang April auf die grünen Wiesen neben der Iller. Besonders lecker finden die Kühe den frischen Löwenzahn, der gerade unsere Wiesen und Felder in ein tiefes Gelb taucht.
Klaus ist es vor allem wichtig, dass es seinen Tieren gut geht und sie genug Auslauf haben. Daher hat er sich auch aktiv gegen eine Vergrößerung seines Stalls entschieden.

Alpauftrieb bei Familie Fischer in Gerstruben.

David betreibt gemeinsam mit seinem Vater Charly den Heumilchhof in Waltenhofen mit 80 Heumilchkühen. Im Frühjahr ist es wieder soweit! Die Schumpen (so wird im Allgäu das Jungvieh genannt) dürfen wieder in die Berge und dort die Sommermonate genießen! Und da geht`s ganz schön ab.
Nach dem Ausladen rennen die Schumpen den Berg hinauf und geben ein ordentliches Tempo vor! Nach einem zügigen Anstieg wird Gerstruben, ein ehemaliger Bergbauernhof, der heute unter Denkmalschutz steht, erreicht. Weiter geht`s die schöne Allee entlang bis die Alpweide erreicht ist. Dort warten die saftigsten und unterschiedliches Gräser und Kräuter! Ein wahres Festmahl nach dem anstrengenden Aufstieg, aber zuerst wird die Alpwiese erkundet.
Hier bleiben die Schumpen über den Alpsommer und werden von einem Hirten auf der Alp versorgt und betreut. 

Frisches Futter bei unserem Heumilchlandwirt Raimund Bentele

Raimund führt den Heumilchhof in 8. Generation mit seiner Frau Sandra und seinen beiden Kindern Lukas und Theresa in Leutkirch. Heute nimmt euch Raimund mit auf die Allgäuer Wiesen zum Mähen. Neben den leckeren Gräsern und Kräutern auf der Weide bekommen die 66 Heumilchkühe jeden Abend noch frisch geschnittenes Gras und Heu im Stall. Dieses wird frisch auf den Wiesen geschnitten und mit dem Ladewagen abgeladen. In dem frischen Schnitt sind viele unterschiedlichen Pflanzen, die das Allgäuer Futter so besonders machen und unsere Heumilch den reinen Geschmack verleihen.

Griaß di bei Familie Frank im Ostallgäu.

Michi führt mit seinen Eltern Charly und Brigitte den  Bioheumilchhof und wird, wann immer möglich, von seiner Freundin Elisabeth tatkräftig unterstützt. Zusammen versorgen sie die 90 Heumilch-Kühe und bauen nach und nach eine kleine Direktvermarktung am Hof auf.
Für die Familie ist die Heufütterung einfach das Beste für die Tiergesundheit, daher wurde 2018 komplett auf Bio Heumilch umgestellt und seit 2020 darf seine Heumilch auch das Tierwohl Siegel in Silber von VIERPFOTEN tragen.
Einen persönlichen, direkten Kontakt zu den Chefs und der Regionalgedanke bei der Hof-Milch hat Michi sofort überzeugt zu unserer Molkerei zu liefern. Denn nur so kann eine gute Partnerschaft zwischen Molkerei und Landwirt funktionieren.

Heuben bei Familie Hold in Missen

Helmut betreibt gemeinsam mit seinem Sohn Felix den Bio Heumilchhof mit 28 Heumilchkühen, 2 Ponys und Kaninchen auf fast 900m.
Die beiden nehmen euch mit auf`s Feld zum „heubn“ und erklären, was das Besondere bei der Heuwirtschaft ist.
Die Wiese wird erst zu einem späten Zeitpunkt gemäht, wenn die Pflanzen blühen bzw. schon verblüht sind und ihren Samen aussähen können. Dies ist von großer Bedeutung für den Erhalt der vielen unterschiedlichen Pflanzenarten und bildet das perfekte Futter für die Heumilchkühe. Zudem werden gerade die weniger ertragreiche Flächen, wie z. B. Magerwiesen, durch die schonende Bewirtschaftung gepflegt und erhalten. Dies bildet einen wichtigen Lebensraum für viele seltene Gräser, Kräuter und Insekten.
Nach dem Mähen wird das Gras mehrmals gewendet, damit es besser trocknen kann und wird vor dem Einfahren „geschochert“, d.h. das Heu wird in Reihen geformt, um es aufzusammeln zu können.

Heuwirtschaft miterleben auf dem Theresienhof in Balderschwang

In Deutschlands höchster Gemeinde, auf 1040 m, betreibt Michl mit seiner Frau Nadine und den beiden Kindern Lisa und Tobi, den Bio-Ferienbauernhof mit insgesamt 20 Heumilchkühen, Hasen, Ziegen und Katzen.
Wenn ihr schon immer mal in den Landwirt-Alltag blicken wolltet, seid ihr hier genau richtig.
Ihr dürft abends im Stall mithelfen, zuschauen, Fragen stellen und viel Neues erfahren. Ein weiteres Highlight ist die Hof-MilchMelkkuh: hier könnt ihr testen, wer am schnellsten melken kann! Ein Spaß für klein und groß.
Und nicht nur auf dem Hof gibt es einiges zu sehen: Mit Bergstiefeln und einer leckeren Käsebrotzeit gewappnet, könnt ihr auf den schönen Wanderwegen die Umgebung erkunden und die Heumilchkühe auf den Bergwiesen besuchen.
Alle Infos zum Hof findet ihr auf der Homepage: https://theresienhof.com/

Auch wenn die Heuwirtschaft einen großen Aufwand für unsere Landwirte bedeutet, sind sie alle von der natürlichen und nachhaltigen Wirtschaftsweise überzeugt und wollen nur das Beste für ihre Tiere. Wir finden, das muss unterstützt werden und erhalten bleiben!

Aus der wertvollen Heumilch stellen wir in unseren beiden Werken in Missen und Sonthofen unsere reinen Heumilchprodukte her.
Hier findest du unsere Milch, Jogurt, Butter- und Käsespezialitäten , sowie unser Biosortiment.